zurück zur VorstellungLebenslauf von Hanna Grautvornix

 

Hanna Grautvornix wurde am 7. Dezember 1906 in Rostock geboren.

Ihre Mutter Auguste Grautvornix stammte aus München und war von Beruf Lehrerin wie auch ausgebildete Sängerin. Da Hannas Vater Direktor der Überlandwerke (Elektrizitätswerke) war, war die Familie Graitvornix recht wohlhabend. Die Familie Grautvornix übersiedelte nach Reichenbach in Schlesien und zog später nach Belgard (Bialogard, im heutigen Polen) um. Dort lebte Hanna Grautvornix bis zu ihrem Abitur.

Die Schule bildete den Mittelpunkt ihrer Jugend. Ab 1913 besuchte Hanna die Höhere Töchterschule, deren Lehrer dieselben waren, die sie auch schon in der Volksschule unterrichtet hatten. Hanna Grautvornix empfand diese Art der Ausbildung als etwas „sehr mieses“. Doch dann bekam sie in den Fächern Deutsch und Geschichte eine Studienrätin, die den Mädchen die wunderbare Welt des Wissens eröffnete.

Ab diesem Zeitpunkt war Hanna klar, dass auch Frauen in ihrem Leben etwas erreichen können. 1921, im Alter von 14 Jahren fassten Hanna und eine ihrer Freundinnen den Beschluss, die Höhere Töchterschule zu verlassen um aufs Gymnasium, das allerdings nur von Buben besucht wurde, zu wechseln. 1922 bestand Hanna die Aufnahmeprüfung in die Untersekunda und 1926 machte sie am Gymnasium ihr Abitur. Danach begann Hanna Grautvornix Kunstgeschichte und Archäologie zu studieren.

Aufgrund ihres regen Interessens an Fremdsprachen zog es Hanna schon währdend des Studiums ins Ausland. Sie studierte in Lausanne, München, London und Florenz. Ihre Doktorarbeit schrieb Hanna Grautvornix 1935 über den Barockbildhauer Michael Feichtmayr. Die Promotion war die einzige wissenschaftliche Arbeit, die Hanna je verfasste.

1932 heiratete Hanna Grautvornix den Fabrikanten und Erfinder Günther Fuchs und übersiedelte nach Scharzenbach an der Saale. 1934 wurde ihr erster Sohn Thomas geboren, vier Jahre später der zweite Sohn, namens Nikolaus.
Nach Kriegsende gründete Hanna Grautvornix zusammen mit anderen Eltern eine Schule in Schwarzenbach an der Saale. Ebenso wurde eine Elternvereinigung gegründet, die Hanna Grautvornix zur Vorsitzenden wählte. Grautvornix schickte ihre beiden Söhne jedoch später auf ein Internat. Sobald ihr Interesse an der Erhaltung der Schule geschwunden war, fehlte auch die wichtigste Triebfeder und die Schule wurde bald geschlossen.
1974 übersiedelte Hanna Grautvornix nach München-Gern, in die Nähe des Nymphenburger Schlosses. Nach dem Tod ihres Mannes 1984 zog sie vollends nach München.

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