Zwanghafte und schlechte Gedanken...

 

Jeder hat sicher schon erlebt, das er plötzlich von einem Moment auf den Andern die "Schnapsidee" erhält, man könnte z.B. von einem Auto, einem LKW oder einem Buß an die Wand gematscht werden..

Oder der eigene Freund sticht einem plötzlich das Messer in den Bauch, obwohl er sich vielleicht grade nur eine Scheibe Brot abschneiden will, weil er Hunger hat...

Oder man steht an einer steilen Klippe, beim Wandern oder auf einem hohen Turm oder Brücke... Und plötzlich kommen Gedanken wie

"Was wäre, wenn ich jetzt da runter springen würde?"

Oder zu Hause....

" Was passiert, wenn ich mit meinen Fingern und einem Metallstift in die Steckdose fasse oder einfach an ein unter Spannung stehendes Bauteil fasse, oder den Fön ins Bad werfen würde"

Oder in der Firma.....

Was wäre, wenn es mir jetzt plötzlich meinen Arm oder meine Haare in die Maschine ziehen würde...

Oder eben all die Anderen möglichen Gedankjengänge, die plötzlich in einem Anfall von Negativität einem ins Hirn schießen...

 

Vor allem Jugendliche, die das erste Mal auf solche Denkmuster stoßen, glauben dann häufig, das sie plötzlich "verrückt" oder psychisch gestört wären, oder sie wären gar Geisteskrank...

Und fallen häufig daraufhin in emotionale Ausbrüche, wie Wut, Angst, Hass, Weinen oder einem Lachanfall.. (was natürlich dann auch noch durch den Gebrauch von Rauschmitteln entsprechend verstärkt wird!!) Das soll heißen, das all diese Rauschmittel im Grunde nicht selber solche Zustände erzeugen können, sondern das nur die ohnehin schon latent vorhandenen Zustände in Form von irgendwann mal angeeigneten Ängsten oder irgendwann mal in früher Kindheit erworbene emotionale Felheinschätzungen aus dem Unbewussten hervor gezogen werden!!

Man ist plötzlich verwirrt, weil man nicht weiss, wie einem geschieht... Man weint plötzlich ohne erkennbaren Grund und kann es nicht kontrollieren, man kriegt Panik, will "fliehen"(säuft sich die Hucke voll oder pfeift sich Drogen und Medis ein..)

Doch lasst euch Allen, euch Jungen, wie auch euch Alten gesagt sein.... (die nämlich ebenso oft solche Probleme haben und sich dann lieber von ihren Ärzten mit Psychopharmakas vollpumpen lassen, anstatt der Ursache auf den Grund zu gehen)

Lasst euch nicht davon ins Boxhorn jagen!!!

 

Es sind nur Gedanken, die in diesem Augenblick einfach total unsortiert und wild in eurem Kopf rum geistern, weil diese einfach in diesen Momenten nicht richtig "Aufgeräumt" sind!!

 

Aufgeräumt...

WAS bedeutet das für das Gehirn und für die Psyche?

Aufgeräumt bedeutet strukturiert, geordnet und "sicher" verwahrt ...

 

Und da kommen wir auch schon zum Kern des Problemes...

Die psychische Struktur des Hirns!!!

 

Damit man überhaupt erst mal verstehen kann, WIE es eigentlich zu diesem zwanghaften Denken kommt, muss man sich mal einfach einen massiven Glasblock vorstellen, der von einer tonnenschweren Last ungleichmäßig belastet wird..

Kommen die einzelnen Tragepunkte(Belastungsflächen) des Glasblocks mit unterschiedlichen Kräften in Kontakt, so bauen sich innerhalb des Glasblocks Materialspannungen auf, die zu einer ungleichmäsigen Materialstruktur führen, welche bei Überbelastung dann genau entlang dieser "Störzonen" Zerreißungen ausbilden, an denen das Material dann brechen wird..

Und genau nach den selben Prinzipien kann auch ein psychisches Konstrukt eines Geistes be- und überlastet werden!!

 

Um das Ganze näher zu erläutern gehen wir mal in die tiefsten Tiefen der menschlichen Psyche, beim ungeborenen Kind...

Ein Ungeborenes besitzt ein völlig leeres Gehirn, dessen Oberfläche noch glatt und ohne Furchen ist. Die Geburt ist das erste, wirklich einschneidende Erlebnis eines Babys, welche sich unauslöschlich und autobahnbreit in das Hirn hinein gräbt.. Werden schon in dieser Phase Fehler gemacht(weil die Geburt z.B.chaotisch/hektisch oder gar bedrohlich verläuft..) so wird das kindliche Gehirn mit der Aufzeichnung all der erlebten Informationen heillos überfordert und legt sie einfach "irgendwo" im Hirn nieder!

 

Und sollte sich der chaotische Zustand nicht BALD verbessern, so hat das Gehirn gelernt, seine aufgenommenen Informationen IMMER so chaotisch zu verarbeiten, was sich dann auf das spätere Erleben und situatives Erkennen eklatant in Form von Zwangsneurosen und Fehl-Verhalten auswirkt.

Man muss sich das SO vorstellen., wie wenn in einem neuen PC das BIOS nicht korrekt arbeiten kann, weil die Erst-Informationen über mögliche Geräte und Treiber und all der angeschlossenen Hardware durcheinander und in der falschen Reihenfolge "wahrgenommen" werden, wodurch das BIOS diese Informationen NICHT korrekt in seinem Flash-Speicher hinterlegen kann und somit dann bei der Installation des Betriebssystems zu ständig und wiederkehrenden Problemen bis totalen Funktionsausfällen führen kann.

Im Falle des Kindes besteht SEIN Betriebssystem aus seinen mitgegebenen Instinkten, welche über die Gefühle dafür sorgen, das die jeweiligen Wahrnehmungs-und Interpretations Routinen ÜBERHAUPT funktionieren können.

WELCHE "Programme"(DAS was ein Kind später so alles lernt) nacher da drauf nacher laufen, das hängt dann wiederum ganz davon ab, WASder Einzelne USER (oder im Kindfalle die ELTERN und die vorgefundenen Umweltbedingungen, das "spätersich daraus ergebende Netzwerk" ihm beibringen, bzw. zusätzlich "installieren"

WICHTIG ist nur, das egal, WAS ein Kind lernt, das die Informationen IMMER in der RICHTIGEN Reihenfolge und der ANGEMESSENEN Geschwindigkeit geliefert werden sollten, damit ein reibungsloser Lern- und Begriffs-Effekt eintritt, der letztlich später automatisch zu einem vollständigen Bewusstwerdungsprozess führt!!!

Sie wissen was das heißt??

Das bedeutet, das JEDER Mensch sich eigentlich automatisch irgendwann mal seiner Selbst bewusst wird und dabei die sich daraus ergebenden Verantwortungen von selber erkennt und SELBST genau weiß, WAS es dann im einzelnen Falle jeweils zu TUN hat, OHNE sich ständig von Selbst-Zweifeln zerfressen lassen zu müssen, wie z.B. durch Fragen wie, "WILL ich DAS wirklich? Ist ES das Richtig, wenn ich es SO entscheide, PASST das alles zu einem Ganzen?.. und und und...

Wir wären in der Lage, ein freies Dasein zu führen, und bräuchten weder einen Gott noch einen Herrscher, weil uns unsere eigene bewusste Verantwortlichkeit dazu bringen würde, uns SO zu verhalten, das alles Notwendige und Mögliche getan wird, damit die eigene und die gesellschaftliche Existenz gewährt bleibt, ohne das es dazu ein Heer aus Institutionen braucht, weil JEDER Mensch selber irgedwann kapiert hat, wie wichtig SEIN eigener Beitrag ist, um dieses System(welches auch immer) am Leben zu erhalten..

 

Und nun kann man auch erkennen, WODURCH all dieses Zwangsdenken verursacht wird.. Nämlich durch all die ungelösten Problemstellungen und den ungeordneten Informationsstrukturen, denen man sich im Laufe seines Lebens aussetzen musste und sich oft unabsichtlich in das Hirn geladen hat!!!(auch das viele Fernsehglotzen trägt einen nicht unerheblichen Teil dazu bei!!)

Und jeder, der die menschliche Geschichte der vergangenen Jahrtausende studiert, der wird selber erkennne, das all diese "Neurosen" durchaus berechtigte Existenzgründe aufweisen, weil er erkennt, wie SEHR unsere selbst erlebten und auch die nur "geschauten" menschlichen Tragödien in all diesen Zeiten uns erschrekten, geistig/emotional vergewaltigten und gar töteten...

Um ihnen zu entgehen bedeutet es also zuerst mal...

Strukturieren sie ihren Geist!!! (der Reihe nach lernen)

Lassen sie nicht zu, das ihr Geist mit Informationen zugemüllt werden, nur weil sie einen auf "Interessant" machen (Aussortieren der Informationsinhalte, man muss nicht jeden Müll wissen, nur weil er sich wie ein bunter Sperrmüllhaufen auf der Straße repräsentiert...)

Gönnen sie sich Zeit und Ruhe (all die aufgenommenen Informationen wollen in einen KORREKTEN Zusammenhang gestellt werden, um daraus übergreifende Begrifflichkeiten zu gestalten)

Weisen sie all den ihnen "aufgezwungenen" Informationen in ihre Schranken!!! (Das mediale Informationsgeprassle macht einen völlig verrückt und verblödet den eigenen Geist bis zur Unkentlichkeit

Entscheiden SIE darüber, WELCHE Informationen für SIE wichtig zu sein haben.. (Ihre Sortierung der Informationsflüsse entscheidet über IHRE Art und Weise, WIE sie ihre Wirklichkeiten erleben und interpretieren... Setzten sie sich dem Informationsüberfluss aus, so unterliegen sie einer geistigen Krümmungswirkung, die es ihnen unmöglich macht,einen wahren situations- und Sachverhalt zu erkennen, geschweige ihn denn auch richtig zu interpretieren

Wenn sie sich nämlich mal wirklich damit beschäftigen, wie WICHTIG es ist, das all die im Leben aufgenommenen Informationen und all die Erlebnisse in die "richtigen" Beziehungen (in diesem Falle weiterführend..) zueinander gestellt werden, dann können sie nämlich auch erfassen, welche elementare Bedeutungen sich daraus ergeben..

Sie werden ihr eigenes Dasein plötzlich mit einer ganz neuen Perspektive erleben und erfahren plötzlich Horizonte, von denen sie nicht mal daran dachten, das diese überhaupt existieren..

 

Stellen sie sich also ihren Gefühlen und ihren Ängsten, sortieren sie ihre Informationssammlung im Gehirn und erleben sie selbst, wie plötzlich ganze Christbäume in ihrem Bewusstsein aufflammen und SIE regelrecht erleuchten..

 

geschrieben am 22. Feb. 2010 von J.Clauß