Der Umgang mit dem Rauchen

 

Das Rauchen auf zu geben ist nicht Jedermann/Frau Sache..

Ich bin jetzt 56 und rauche schon seit 40 Jahre und hatte schon zwei mal ein Jahr aufgehört, aber durch starken längeren Stress hab ich es halt wieder an gefangen. Doch früher rauchte ich mindestens 30-40 Zigaretten am Tag odert brauchte pro Woche 2 Päkchen Tabak.

DAS habe ich dann nach ca. 20 Jahren so langsam aber sicher runter reduzieret und rauche heute noch ungefähr 3 Schachteln im Monat und ein Päckchen Tabak. (Ich weiss, 90 werde ich wohl sicher nicht, aber heutzutage bin ich mir auch nicht mehr so sicher, ob ich das überhaupt WILL, aber sei´s drum, jetzt ist es eben so und hier stehe ich nun)

Später habe ich mir angewöhnt, statt einer "ganzen" Zigarette mir oft ein Stück ab zu schneiden und mir danach einen Extra-Filter ran zu kleben, damit ich eine sogenannte "Kurz-Zigarette rauchen kann, das hilft mir, die Gier unter Kontrolle zu halten und dem momentanen Drang Paroli zu bieten. Meist will man doch auch nur ein paar Züge und gut ist..

Selbst wenn ich drehe, mach ich mir meistens nur noch halbe Zigaretten, die ich dann gemütlich rauche. SO komm ich ungefähr auf ca 8 Kurze am Tag und eine bis 2 Zigaretten in ihrer ganzen Länge geraucht. Ich bin zwar noch nicht ganz zufrieden damit, aber immerhin bin ich auf einen guten Weg.
Ich will eigentlich ehrlich gesagt gar nicht GANZ aufhören, denn 3 Zigaretten am Tag, die WILL ich geniessen, die bereiten mir auch Freude, sie zu rauchen. Wenn ich es jetzt noch schaffe, die "ungeplanten"(die gierigen Zigaretten) weg zu lassen, dann habe ich mein Ideal-Ziel erreicht.

 

Ich weiss, VIELE Menschen wollen ganz aufhören und schaffen es nicht. Aber um damit besser klar zu kommen und seine Gesundheit NICHT völlig zu ruinieren, gelten mindestens folgende Regeln: (die jeder für sich entsprechend auslegen kann)

 

1:

Man rauche die Zigarette, Gedrehte, oder Zigarre oder was auch immer BEWUSST und mit Genuss!!
Es ist wichtig, das man sich an dieses "gerauchte" Objekt möglichst LANGE erinnern kann.

 

2:

Man nehme sich Zeit und genisse seine Zigarette OHNE Ablenkung!! (Also KEINE Zeitung nebenher lesen oder am PC arbeiten oder sonstigen Ablenkungen wie Kaffee oder so fröhnen) Am besten setzt man sich gemütlich entweder zu Hause an sein geöffnetes Fenster oder geht in den Garten oder auch spazieren zu einem geeigneten Sitzplatz, wo man sich gemütlich hin setzen kann und in die Ferne schweifen.(z.B. Wolken ankucken oder einfach in die Weite..) Wichtig ist, das man die Rauchware DORT raucht, wo sie am besten schmeckt! Nur dann geniesst man wirklich und erhält eine genügend lange Befriedigung der Lust auf den Stengel.

 

3:

Versuche NICHT dagegen an zu kämpfen!! Wenn du eine angesteckt hast, dann finde dich damit ab und rauche sie!!

Man muss sich wirklich schon VORHER klar darüber sein, OB man nun jetzt eine rauchen will oder lieber doch noch wartet, bis man es nicht mehr aushält.

 

4:

Such dir ein Hobby, das dich vom Rauchen ablenkt.. Gartenarbeit oder Waldspaziergänge oder andere körperliche Betätigungen helfen da ganz gut, Auch der Sex. Bewegung verringert die Lust auf die Zigarette.

 

5:

Sei einfach ehrlich zu dir Selbst.

 

So, mehr kann ich nicht dazu sagen, aber ich hoffe, das es euch dann nicht ganz so mies geht, als wenn euch jeden Tag ständig rein gewürgt wird, wie schädlich das Rauchen doch ist und ihr es euch selber auch noch jeden Tag sagt.

Warum sich selber quälen? Es reicht, wenn einen die Mitmenschen versuchen zu "quälen". Wir wissen ALLE, das rauchen nicht unbeding förderlich für die Gesundheit ist, aber das sind eine verdammte Menge ANDERER Dinge halt auch nicht!!

Raucht einfach DORT, wo ihr eure Ruhe habt und sich niemand belästig füht oder meint, er müsse euch etwa helfen, das Rauchen unbedingt auf zu hören.

Letztlich hilft im Leben generell sowieso nur Eines...

Sich darüber bewusst zu werden, WAS einem nicht gut tut, und WIEVIEL davon einem nicht gut tut!

Zu aller erst ist es das ÜBERMASS, welches einen irgendwann umbringt. Ganz egal, WAS man in sich so rein stopft. Letztendlich liegt das meiner Ansicht nach an einem universell wirkenden, psychologischen "Stopf-Syndrom". das immer DANN aktiv wird, wenn man, auf welche Art und Weise auch immer, sich "zu kurz" gekommen fühlt oder auch tatsächlich auch zu kurz gekommen ist. (eine Art Versorgungs-Automatismus eines jeglichen lebenden Organismus, der den Hunger, Durst, die Verbreitung und die Lust auf Vermehrung steuert)

Ob dies jetzt nur einer "Einbildung" entspringt, oder tatsächlichen Sachverhalten entspricht, spielt keine Rolle, dieses Prinzip wird in BEIDEN Fällen jeweils aktiv. Es handelt sich also letztlich darum, das man sein Inneres mit seiner umgebenden Umwelt irgendwie in einen Einklang bringt, erst DANN kann das Stopfsyndrom bewusst gesteuert und gegebenenfalls auch deaktiviert werden. (es ist schgließlich für unsere automatische Versorgung zuständig, welches einer Bedürfnissteuerung entspringt, die dafür sorgt, das wir alles lebensnotwendige auch TUN und "zu uns nehmen", damit unsere eigene organische Funktion aufrecht erhakten wird

 

Es ist also wichtig, das Maß der Dinge zu finden, mit dem man selber klar kommen kann und mit den Anderen in ein Gleichgewicht, ohne daran zu erkranken oder gar sterben zu müssen.

 

In diesem Sinne, niedergeschrieben am 29.01.2014.........................J.Clauss