US-Soldaten entwaffnen Kurden in Mossul

Ein kurdischer Soldat vor US-Soldaten in Mossul (Foto: dpa)

 

Zeitweise patrouillierten US-Soldaten zusammen mit kurdischen Peschmerga in Mossul.


US-Streitkräfte haben in der nordirakischen Stadt Mossul damit begonnen, mit ihnen verbündete kurdische Kämpfer zu entwaffnen. Wie Reporter vor Ort beobachteten, gingen US-Soldaten gingen gegen drei Straßenblockaden vor, die von Peschmerga-Kämpfern der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) besetzt waren. Zunächst hätten die Kurden sich geweigert, ihre Waffen abzugeben. Auch seien Kurden zur Verstärkung angerückt. Erst als US-Kampfhubschrauber und massierte US-Streitkräfte aufgetreten seien, habe sich die Lage entspannt, berichtete ein Reuters-Reporter. US-Soldaten beschlagnahmten zahlreiche Waffen.

 

Oberstleutnant Chris Holden von der 101 Luftlandedivision sagte: "Unsere Absicht ist, sie zu entwaffnen. Ich will keine Konfrontation." Man werde aber nicht nachgeben. Die Peschmerga-Kämpfer müssten die Stadt wieder verlassen, sagte Holden. Mossul war zunächst von den Peschmerga-Kämpfern kampflos eingenommen worden, ehe US-Truppen dann nachrückten.