Soldaten der Republikanischen Garde (Foto: dpa)

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Soldaten der Republikanischen Garde bei einer Übung: Einige hundert Kilometer von Bagdad entfernt trainierten die irakischen Truppen für den Ernstfall. Jetzt soll Saddam Hussein sie zum Einsatz von C-Waffen ermächtigt haben.

 

 

 

Angst vor Angriff mit Chemiewaffen: US-Soldaten mit Gasmasken (Foto: Reuters)

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Blick durch ein Nachtsichtgerät: US-Soldaten im Camp New York in Kuweit tragen Gasmasken. Am 20. März gab es in Kuweit Alarm. Viele befürchteten einen Chemie-Waffen-Angriff.

 

 

 

 

 

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Mitglieder der El Kuds-Armee (Foto: dpa)

Mitglieder der Jerusalem-Armee (El Kuds) marschieren am 40. Jahrestag des Putsches der Baath-Partei von Saddam Hussein mit irakischen (vorn) und palästinensischen Fahnen auf. Die "El Kuds-Armee" umfasst nach irakischen Angaben sieben Millionen Menschen, zumeist Mitglieder der Baath-Partei oder andere Zivilpersonen, die für diese Miliz verpflichtet wurden.

 

 

 

 

Irakische Soldaten in Bagdad (Foto: reuters)

Die Ruhe vor dem Sturm: Leicht bewaffnete Militärs sonnen sich in Bagdad (Foto: reuters)

 

 

 

 

 

 

 

 

Soldaten im Sandsturm (Foto: AP)

Die im Süden des Iraks tobenden Sandstürme behindern den Vormarsch von Briten und US-Amerikanern (Foto: AP)

 

 

 

 

 

(Foto: Jockel Finck/AP)

Foto: AP


Ein amerikanischer B-52 Bomber kehrt von seinem Einsatz im Irak zurück. Kurz zuvor war er von einem KC 10 Tankflugzeug über dem schwarzen Meer aufgetankt worden.

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(Foto: Brien Aho / Reuters)

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Der Delphin K-Dog gehört zur "Commander Task Unit (CTU-55.4.3)", die im arabischen Golf operiert. Die Delphine werden unter anderem dazu eingesetzt, Mienen im Wasser aufzuspüren.

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(Foto: Darren Whiteside/Reuters)

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Unruhen in Südkorea: Polizisten versuchen eine Demonstrantin daran zu hindern, vor dem Haupttor der Nationalversammlung zu protestieren. Die südkoreanische Regierung plant, medizinische und technische Hilfe zur US-Unterstützung in den Irak zu entsenden.

 

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Kampf um Basra (Foto: Reuters)

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Ein britischer Soldat beim Kampf um Basra

 

 

 

Feuerausbruch nach einer Explosion in Bagdad (Foto: Reuters)

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Die Fernsehaufnahme aus Abu Dhabi TV zeigt Bagdad nach einer Explosion.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Riesige Transportmaschinen vom Typ

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Riesige Transportmaschinen vom Typ "Galaxy" fliegen von Frankfurt an den Golf ab.

 

Irakische Armee setzt Guerilla-Taktik ein

Mitglieder der El Kuds-Armee (Foto: dpa)

Mitglieder der Jerusalem-Armee (El Kuds) marschieren am 40. Jahrestag des Putsches der Baath-Partei von Saddam Hussein mit irakischen (vorn) und palästinensischen Fahnen auf. Die "El Kuds-Armee" umfasst nach irakischen Angaben sieben Millionen Menschen, zumeist Mitglieder der Baath-Partei oder andere Zivilpersonen, die für diese Miliz verpflichtet wurden.

 

 

 

 

Wenn amerikanische und britische Truppen durch den Wüstensand preschen, stehen sie immer wieder vor einem klassischen Problem des Guerillakriegs: Wo steht der Feind? Auch in der Nähe von Kerbela, rund 80 Kilometer südlich von Bagdad, tauchen plötzlich Angreifer in Zivilkleidung auf, die ebenso plötzlich wieder in einem Dorf untertauchen. Wenn ein Lastwagen auf einem Feld steht, könnte dieser einem friedlichen Bauern gehören - oder eine Mörserbatterie unter der Plane verbergen.

 

 

 

Republikanische Garde - Stütze des Regimes

Mitglieder der Republikanischen Garde (Foto: dpa)

Die Soldaten der Republikanischen Garde gelten als privilegiert und besonders gut ausgerüstet. (Foto: dpa)

Bei seinem Widerstand gegen die US-geführten Streitkräfte stützt sich der irakische Machthaber Saddam Hussein vor allem auf die Republikanische Garde. Die Elitetruppe besteht aus sechs Divisionen und zählt rund 60.000 Soldaten. 25.000 von ihnen bilden die Spezialeinheit "Spezielle Republikanische Garde" (SRG), die der regierenden Baath-Partei besonders treu ergeben ist. Kontrolliert wird die Republikanische Garde von Kusai Saddam Hussein, dem jüngsten Sohn des Staatschefs. Sie gilt als eine der besten Kampftruppen im Nahen Osten. Anders als die regulären Streitkräfte von etwa 400.000 Mann sind die Gardisten nach Erkenntnissen westlicher Experten mit modernen Waffen ausgerüstet und privilegiert.

  

 

 

Soldaten der U.S. Airforce (Foto: ddp)

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Soldaten der U.S. Airforce kaempfen sich auf ihrem Rueckweg zu ihrer Air Base durch einen Sandsturm.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Schwerste Explosionen zerstören die Innenstadt von Bagdad

 

 

 

 

 

28.03.03

 

US-Fallschirmjäger - hier bei einer Übung (Foto: dpa)

dpa

US-Fallschirmjäger - hier bei einer Übung (Foto: dpa)

 


Zweite Front im Nordirak

Die US-Streitkräfte eröffnen eine Nordfront. Nach Angaben aus dem Pentagon seien am Mittwochabend rund 1000 Fallschirmjäger im Norden des Irak gelandet. In der Nacht flogen die Alliierten wieder heftige Luftangriffe auf Bagdad. Indes gehen US-Militärs einem Zeitungsbericht zufolge davon aus, dass sich der Irak-Krieg wahrscheinlich noch über Monate hinziehen könnte.

 

 

 

Fallschirmjäger in Nordirak
"Dies ist der Beginn der Nordfront", hieß es in US-Verteidigungskreisen. Ein CNN-Reporter berichtete von dem nächtlichen Absprung von rund 1000 Fallschirmjägern. Wo genau die Soldaten abgesetzt wurden, ist nicht bekannt. Angeblich sollen sie bereits einen strategisch wichtigen Flugplatz im Norden Iraks unter ihre Kontrolle gebracht haben, so Militärkreise. Bei den Fallschirmjägern handle es sich um Einheiten der 173. Luftlandebrigade, die zu Friedenszeiten in Italien stationiert ist.

Irakische Rakete auf Kuwait
Die irakische Armee hat währenddessen eine weitere Rakete auf das Nachbarland Kuwait abgefeuert. Sie sei von der Luftabwehr mit "Patriot"-Raketen abgeschossen worden, sagte ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums. Vorher war nach Korrespondentenberichten in Kuwait-Stadt mindestens eine gedämpfte Explosion zu hören gewesen. Der britische Fernsehsender Sky sprach von mehreren Detonationen. Während des Abwehrfeuers gab es Luftalarm.

 

 

Monatelanger Krieg?
Wie die "Washington Post" berichtet, halten US-Militärs deutlich mehr Schlagkraft für nötig als bisher vorhanden. Das schlechte Wetter, die langen und unsicheren Nachschubwege sowie der härter als erwartet ausfallende irakische Widerstand hätten bei einigen US-Generälen zu einem Umdenken in Bezug auf den Zeitplan geführt, berichtet das Blatt unter Berufung auf Militärkreise. Befehlshaber vor Ort im Irak und das US-Verteidigungsministerium redeten darüber, dass der Krieg länger und härter ausfallen werde als noch vor einer Woche angenommen.

 

 

 

 

Soldaten
In der Tat will das Pentagon offenbar zusätzliche 30.000 Soldaten in den Irak schicken. Dies berichtete der Regierungssender Voice of America. Die Soldaten gehören der 4. Infanteriedivision an, die in Texas beheimatet ist. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums hingegen dementierte: "Es gibt keine Änderung auf halbem Wege, wie es die 'Washington Post' suggeriert." Hintergrund der Spekulationen: Die irakischen Streitkräfte hatten im Südirak den Vormarsch der US-amerikanischen und britischen Truppen aufgehalten und ihren Gegnern Verluste zugefügt.

Türkei durchkreuzte Pläne
Nach den urprünglichen Plänen des Pentagon sollte die Division von der Türkei aus in den Irak einmarschieren. Die Türkei hatte die Stationierung von 62.000 US-Soldaten allerdings abgelehnt und damit die Pläne zur Eröffnung einer Nordfront im Irak-Krieg durchkreuzt.

Erneut Bomben auf Bagdad
Unterdessen griffen US-Truppen in der Nacht und am Morgen erneut die irakische Hauptstadt Bagdad an. Korrespondenten zählten rund 30 Explosionen, darunter auch in der Nähe des Stadtzentrums. Offenbar seien auch Ziele in den Vororten Bagdads angegriffen worden.

 

Zahlreiche UN-Staaten verurteilen Golfkrieg
Bei einer öffentlichen Debatte des UN-Sicherheitsrats verurteilten zahlreiche Staaten die amerikanisch-britischen Angriffe. Die meisten der mehr als 60 Redner wiesen darauf hin, dass der Krieg durch den Sicherheitsrat nicht autorisiert worden sei. Viele forderten eine sofortige Einstellung der Angriffe.

 

 

 

 

 

 

 

 

Alliierte reiben irakischen Panzerverband auf
Zerstörter irakischer Panzer (Foto: reuters)

Ein zerstörter irakischer Panzer in der Nähe von Basra (Foto: reuters)


Alliierte Truppen haben britischen Angaben zufolge in Basra den Großteil eines irakischen Panzer-Konvois zerstört. Der Verband wollte die umkämpfte Stadt im Süden Iraks verlassen. Laut BBC flogen britische und amerikanische Kampfflugzeuge stundenlang Einsätze gegen die Kolonne. Der bis zu 1000 Mann starke Truppenverband sei auch unter schweren Artilleriebeschuss geraten.

 

Flüchten die Truppen vor Aufständischen?
Es herrschte anfänglich Verwirrung darüber, ob der Ausbruchsversuch eine Gegenoffensive oder eine Flucht vor dem angeblichen Aufstand gegen die irakische Führung darstelle. Rätselhaft blieb auch, warum die Kolonne Basra ausgerechnet nach Süden in Richtung der britischen Truppen verlassen wollte. "Wenn sie flüchten, gehen sie in die falsche Richtung", sagte ein britischer Armeesprecher.

Experte: Aktion ohne militärischen Sinn
Auch Norbert Eitelhuber, Militärexperte der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, kann sich die Aktion der Iraker nicht erklären. Angesichts der alliierten Lufthoheit seien gepanzerte irakische Verbände mit Hubschraubern und Flugzeugen sehr einfach zu bekämpfen, sagte Eitelhuber T-Online. Selbst wenn die Panzer nicht unmittelbar zerstört werden könnten, wäre die nötige Logistik wie etwa Tankfahrzeuge den Luftangriffen schutzlos ausgeliefert. Auch die Iraker hätten nicht mit einer langen Überlebensfähigkeit des Verbandes rechnen können. Lediglich ein kurzfristiger Entlastungsangriff sei denkbar gewesen.

Flucht vor Aufständigen unwahrscheinlich
Eine Flucht des Panzerverbandes vor angeblichen Aufständen in Basra hält Eitelhuber für unwahrscheinlich. Mögliche Aufständische verfügen nach seiner Einschätzung nur über leichte Waffen und würden für gepanzerte Verbände keine große Gefahr darstellen.

Selbstmordmission gegen britische Truppen?
Die nach Einschätzung britischer Militärs "offensive Formation" hatte sich mit Richtung auf die strategisch wichtige Halbinsel Fao in Bewegung gesetzt. Das Ziel des "überraschenden Ausbruchs" blieb jedoch unklar. Es sei nicht auszuschließen, dass die irakischen Verbände in einer "Selbstmordmission" britische Truppen angreifen wollten, meinten andere Militärexperten.

Wieder heftige Luftangriffe auf Basra
Der arabische Nachrichtensender El Dschasira berichtet indes von weiteren heftigen Luftangriffen auf Basra sowie auf die nahe gelegene Stadt Abu el Chasib. Der Sender zeigte mindestens vier verletzte Zivilisten, darunter eine Frau und einen kleinen Jungen.

 

      
US-Generäle streiten über Kriegsstrategie
(290303)

US-Infanterie bei Nadschaf (Foto: Reuters)

Reuters

Der Vormarsch auf Bagdad ist ins Stocken geraten. Die US-Infanterie hat nicht mit der starken Gegenwehr der irakischen Streitkräfte gerechnet.


   Deutliche Kritik über die Fehleinschätzungen des Pentagon im Irak-Krieg kommt jetzt auch aus den eigenen Reihen. Der strategische Kopf für den Vormarsch auf Bagdad, Generalleutnant William Wallace, sagte den Zeitungen "New York Times" und "Washington Post": "Der Gegner, den wir bekämpfen, unterscheidet sich etwas von dem, den wir in unseren Kriegsspielen hatten". Deswegen ziehe sich entgegen ersten Erwartungen der Krieg in die Länge.

 

 

 

USA setzen erstmals "bunker buster" im Irak ein

Die "bunker buster" der US-Luftwaffe sollen in der Lage sein, auch tief unter der Erde gelegene Bunker zu zerstören. (Foto: AP)

 

Auch am neunten Tag des Irak-Krieges haben amerikanisch-britische Streitkräfte ihre Luftangriffe auf Bagdad fortgesetzt. Erstmals abgeworfen wurden zwei der stärksten Bomben der US-Luftwaffe: So genannte "bunker buster", die in der Lage sein sollen, auch tief unter der Erde gelegene Bunker zu zerstören. Ein B-52-Bomber habe auf einen Fernmeldeturm am Ostufer des Tigris zwei der mehr als zwei Tonnen schweren Bomben abgeworfen, meldeten US-Militärkreise. Dabei sei möglicherweise auch das irakische Internationale Kommunikationszentrum getroffen worden. Teile des Gebäudes stünden in Flammen.

 

Bombenangriffe gehen unvermindert weiter
Am Donnerstagabend hatte es nach Angaben des US-Senders CNN die bislang stärksten Detonationen in Bagdad gegeben. Die irakische Hauptstadt sei auch heute morgen wieder von heftigen Explosionen erschüttert worden, berichtet die BBC.

Erneut amerikanische Soldaten vermisst
Nach heftigen Gefechten in der Gegend um die südirakische Stadt Nasirija werden zwölf amerikanische Soldaten vermisst. Weitere 14 seien in den vergangenen 24 Stunden bei Kämpfen mit der irakischen Armee verwundet worden, berichtete CNN unter Berufung auf US-Militärsprecher. Nördlich von Nasirija habe es in der Nacht schwere Luftangriffe und Artilleriefeuer auf irakische Stellungen gegeben, berichtete ein dpa-Fotograf.

Alliierte Kräfte treten Rückzug an
Ein Aufklärungsbataillon der US-Marineinfanterie sei nicht weiter auf Bagdad vorgerückt. Offensichtlich seien sogar Einheiten teilweise wieder zurückgezogen worden. Es habe Verluste auf amerikanischer Seite gegeben. Genaue Angaben über Tote oder Verletzte gebe es aber derzeit noch nicht. Seit Beginn des Irak-Krieges sind nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums mindestens 28 amerikanische Soldaten getötet worden. 22 Soldaten seien durch "feindliche Akte" ums Leben gekommen. Vier weitere seien bei Unfällen getötet worden und zwei durch den Anschlag eines Kameraden in Kuwait.

Kurdische Milizen auf dem Vormarsch
Kurdische Milizionäre im Nordirak sind nach eigenen Angaben nah an die Stadt Kirkuk herangerückt. Nach dem Rückzug irakischer Truppen befänden sich die Kämpfer der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) nur noch 20 Kilometer östlich der Stadt, verlautete aus kurdischen Militärkreisen. Rund 1000 US-Fallschirmjäger hatten in der Nacht zum Donnerstag ein Flugfeld nahe der nordirakischen Stadt Erbil in kurdisch kontrolliertem Gebiet besetzt. Dort landeten in der Nacht laut CNN immer wieder US-Flugzeuge mit Soldaten und militärischem Gerät. Die Eröffnung einer Nordfront hatte sich verzögert, nachdem die Türkei den ursprünglich geplanten Einmarsch von mehr als 60.000 US-Soldaten über türkisches Territorium in den Nordirak abgelehnt hatte

 

Rumsfeld kündigt Belagerungstaktik an
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld deutete im Kampf um Bagdad unterdessen eine Belagerungstaktik an. Das Invasionsheer werde die Stadt umzingeln und die in den Außenbezirken verschanzte Elitetruppe der Republikanischen Garde angreifen, sagte er am Donnerstag in einer Senatsanhörung. Wenn Einheiten von Präsident Saddam Husseins Elitetruppe zerschlagen seien, könnte sich die schiitische Bevölkerungsmehrheit zu einem Aufstand ermutigt fühlen. Das könnte den US-Soldaten den verlustreichen Häuserkampf in Bagdad ersparen, erklärte Rumsfeld.

Langer Krieg wird immer wahrscheinlicher
Der Verlauf der Kämpfe im Irak machen einem US-Feldkommandeur zufolge eine längere Dauer des Krieges wahrscheinlich. Hartnäckiger Widerstand irakischer Kräfte und lange Nachschubwege hätten den Marsch der US-Truppen auf Bagdad gebremst, sagte Generalleutnant William S. Wallace der US-Zeitung "Washington Post". Auf die Frage, ob nach dem Verlauf der ersten Kriegswoche eine längere Dauer zu erwarten sei, als von Militärstrategen geplant, sagte er: "Es fängt an, so auszusehen." Wallace ist Kommandeur des 5. Korps der US-Armee. Das Interview wurde im Hauptquartier der vor Bagdad stehenden Invasionstruppen geführt und erschien auf der Website der Zeitung (www.washingtonpost.com).

 

Blix: Irak wird keine Massenvernichtungswaffen einsetzen
UN-Chefwaffeninspekteur Hans Blix geht nicht davon aus, dass der Irak Massenvernichtungswaffen einsetzen wird. Im ARD-Morgenmagazin erklärte er: "Ich kann auch nur Vermutungen anstellen, aber meine ist, dass er sie nicht einsetzen wird, selbst wenn er sie hat." Zur Begründung meinte er, beim Einsatz von Chemie- oder Biowaffen würde die Sympathie für das Land umschlagen. "Und viele Menschen würden sagen, der Krieg war gerechtfertigt."

 

Explosion in Bagdad tötet mehrere Zivilisten

Bild der Verwüstung in Bagdad (Foto: Reuters)

Reuters

Ein Bild der Verwüstung in Bagdad: Häuser sind zertrümmert, Autos brennen.

 


Bei einer Explosion sind in der irakischen Hauptstadt Bagdad offenbar mindestens 14 Menschen getötet worden. Ein Korrespondent berichtete von verbrannten Leichen auf den Straßen eines beliebten Wohngebiets, andere Berichte sprechen von einer belebten Geschäftsstraße. Es habe viele Verletze gegeben, sagten Journalisten, die die Szene anschließend besuchten. Anwohner hätten sogar von 45 Toten gesprochen. Es war zunächst unklar, was die Explosion ausgelöst hatte. Offizielle irakische Stellen erklärten, es sei eine alliierte Bombe oder Rakete gewesen.

 

 

31.03.03

 

 


Südirak: Kampfhubschrauber stürzt ab

Beim Absturz eines US-Kampfhubschraubers im Südirak wurden nach Angaben der US-Armee am Sonntag drei Soldaten getötet. Beim Kämpfen nahe der südirakischen Stadt Basra kam nach britischen Angaben ein britischer Soldat ums Leben. Iraks Vize-Ministerpräsident Tarik Asiz äußerte sich zufrieden über den bisherigen Kriegsverlauf.

Bagdad weiter unter Beschuss
Heftige Explosion in Bagdad (Foto: reuters)Britische und amerikanische Kampfflugzeuge haben in der Nacht zu Montag ihre Angriffe auf die irakische Hauptstadt Bagdad fortgesetzt. Mindestens drei massive Explosionen erschütterten in den frühen Morgenstunden des zwölften Kriegstags die Innenstadt, wie Medien berichteten. Weitere Explosionen waren aus den Vororten zu hören, wo sich Elitetruppen der Republikanischen Garden zur Verteidigung Bagdads verschanzt haben sollen.

 

Heftige Explosion in Bagdad (Foto: reuters)

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Heftige Explosion in Bagdad. Auch am zehnten Kriegstag bombardierten die amerikanisch-britischen Streitkräfte die irakische Hauptstadt.

 

 

Riesiges Feuer ausgebrochen
Explosion zwischen einem Einkaufszentrum und einem Wohnblock (Foto: reuters)"Man kann die niedrig fliegenden Flugzeuge hören und es gibt etwas Luftabwehrfeuer", sagte Reuters-Korrespondent Nadim Ladki in Bagdad. Die Explosionen ereigneten sich in der Nähe des Informationsministeriums, das bereits am Samstagmorgen Ziel eines Angriffs gewesen war. Ob das Gebäude des Ministeriums getroffen wurde, war zunächst nicht klar. Nach den Angriffen brach zwischen einem Einkaufszentrum und einem Wohnblock ein riesiges Feuer aus. Feuerwehren eilten zum Brandherd.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Explosion zwischen einem Einkaufszentrum und einem Wohnblock (Foto: reuters)

Reuters

Nach den Angriffen brach zwischen einem Einkaufszentrum und einem Wohnblock ein riesiges Feuer aus.

 

 

Sechs Zivilisten getötet
US-Angaben zufolge wurden im Osten Bagdads ein Ausbildungslager der paramilitärischen Fedajin-Milizen sowie ein Präsidenten-Palast und ein Raketenstützpunkt angegriffen. Nach irakischen Angaben kamen bei Luftangriffen im südlich von Bagdad gelegenen Industriegebiet von Safranja sechs Zivilisten ums Leben.

 

 

Einnahme von Basra ist nicht in Sicht
Der Kommandant der britischen Truppen bei Basra, Brigadegeneral Braham Binns, sagte dem Londoner "Sunday Telegraph", die Einnahme der Stadt sei immer nocht nicht absehbar. Intensive Straßen- und Häuserkämpfe würden vielen Zivilisten das Leben kosten. Als abschreckende Beispiele führte er Stalingrad und die tschetschenische Hauptstadt Grosny an.

 

 

Irak: Briten haben Nahrungsmittel zerstört
Der irakische Informationsminister Mohammed Sajjif el Sahhad wiederholte die Vorwürfe, dass britische Panzer Lebensmittellager in Basra zerstört hätten. Dort hätten sich 75.000 Tonnen Nahrungsmittel befunden. Gleichzeitig sprach er von Erfolgen der irakischen Streitkräfte. Ein Apache-Kampfhubschrauber sei abgeschossen worden. Die beiden Piloten seien ums Leben gekommen. Außerdem hätte die Armee vier Panzer zerstört und die Besatzungen teils getötet, teils gefangen genommen.

 


Franks: Krieg könnte bis Sommer dauern

Sollen die US-geführten Truppen sich eingraben? (Foto: Reuters)Angesichts des anhaltenden irakischen Widerstands haben US-Soldaten anscheinend den Befehl erhalten, ihre Stellungen südlich von Bagdad zu befestigen und dort zunächst zu verharren. Die Pause könne zwischen 35 und 40 Tage dauern, sagten Militärvertreter. Soldaten anderer Einheiten berichteten, sie sollten sich für mindestens zwei Wochen eingraben. Sie würden Gräben ausheben, außerhalb ihrer Lager zur Absicherung Minen legen und Fahrzeuge mit Tarnnetzen überspannen.

Bombenhagel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sollen die US-geführten Truppen sich eingraben? (Foto: Reuters)

Reuters

Sollen die US-geführten Truppen sich eingraben?

 

"Kein Waffenstillstand"
Der Oberkommandierende der US-Truppen, Tommy Franks, wies Berichte über eine Kampfpause zurück. Er schloss zugleich nicht aus, dass der Krieg bis zum Sommer dauern könne. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld bestätigte im US-Fernsehsender ABC: "Wir haben keine Pläne für Pausen oder Waffenstillstände".

 

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld (Foto: dpa)

"Schwierigster Teil kommt noch"
Der schwierigste und gefährlichste Teil des Kriegs liegt nach den Worten von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld noch vor den US-geführten Truppen. Je näher die Soldaten an Bagdad heranrückten, wo die Saddam Hussein treu ergebene Republikanische Garde stehe, desto härter werde der Widerstand der Iraker werden.

Nach US-Angaben bislang 45 US-Soldaten getötet
Das US-Verteidigungsministerium veröffentlichte eine Liste von 38 getöteten Soldaten. Die Liste beinhalte aber nicht die Ereignisse der vergangenen zwei Tage, erklärte ein Sprecher. Damit kämen vier Soldaten hinzu, die am Samstag bei einem Selbstmordanschlag nahe Nadschaf getötet wurden. Zudem starben nach US-Militärangaben drei Marineinfanteristen beim Absturz eines Hubschraubers.

17 Soldaten vermisst
Von den 38 Soldaten wurden den Angaben zufolge 30 durch Feindeinwirkung getötet, acht seien bei Unfällen und ohne Feindeinwirkung ums Leben gekommen. Rund 104 US-Soldaten wurden der Liste des Verteidigungsministeriums zufolge verletzt. Diese Zahl sei jedoch vorläufig, sagte der Sprecher. Zudem würden 17 Soldaten vermisst und sieben seien als Kriegsgefangene in irakischer Hand.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld (Foto: dpa)

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US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld

 

Rumsfeld weist Kritik zurück
Kritik an der Kriegsplanung und Vorwürfe, dass nicht genügend Soldaten in den Kampf geschickt worden seien, wies Rumsfeld zurück. Der Plan von General Tommy Franks "ist ein guter und er funktioniert". Diejenigen, die jetzt darüber redeten, hätten ihn nicht gesehen. Einen Zeitplan für den Krieg habe es nie gegeben, sagte Rumsfeld. "Wir haben immer gesagt, es kann Tage, Wochen oder Monaten dauern."

 

US-Angriffe dauern an
Die US-geführte Luftwaffe setzte in der Zwischenzeit ihre Angriffe fort: Bei schweren Luftangriffen auf Bagdad wurde nach Angaben des arabischen TV-Senders Al Dschasira am Sonntag ein Wohnviertel in der Innenstadt getroffen. Der Korrespondent berichtete, dass eine Rakete im Stadtteil Innere Karrada eingeschlagen sei. Dabei habe es Tote und Verletzte gegeben.

 

 

Mittwoch 2.April

 

 


US-Jets bombardieren angeblich Klinik in Bagdad

Neue Berichte über zivile Opfer im Irak-Krieg: US-Flugzeuge sollen beim Angriff auf Bagdad eine Geburtsklinik der Hilfsorganisation Roter Halbmond sowie andere zivile Einrichtungen getroffen haben. Das berichten eine Reuters-Reporterin und Krankenhausvertreter. Mehrere Menschen sollen getötet und mindestens 25 verletzt worden sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einem Bombenangriff steht ein Rauchpilz über Bagdad. (Foto: Reuters)

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Nach einem Bombenangriff steht ein Rauchpilz über Bagdad.

 

Rotes Kreuz: Zivilisten verletzt
Vertreter des internationalen Roten Kreuzes berichteten unterdessen, sie hätten in Hillah in Südirak die Leichen von Dutzenden Kriegsopfern gesehen. Mindestens 280 Verletzte würden im örtlichen Krankenhaus behandelt. Die Art der Verletzungen lasse darauf schließen, dass zumindest einige von Bombenangriffen stammten.

Irak: Mindestens 300 Tote
Nach irakischer Darstellung waren bei dem Hubschrauberangriff auf Hillah am Dienstag 33 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden. Das amerikanische Oberkommando Mitte erklärte, es prüfe die Vorwürfe.